
Geschichte der Existenziellen Pädagogik
Kerstin Ibele-Llambés Arenas
Nach meinem Studium (Wipäd, IWW) an der Universität Innsbruck lebte ich 10 Jahre in Spanien. Nach meiner Rückkehr nach Österreich arbeitete ich als Stützlehrerin an einer Volksschule, wo ich Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und besonderen Verhaltensherausforderungen betreute. Zur besseren Vorbereitung auf diese Aufgaben absolvierte ich die Fortbildung "Starke Kinder - Authentische Erziehung" an der PH Vorarlberg von Eva Maria Waibel. Diese Erfahrung prägte mein berufliches Verständnis nachhaltig, weshalb ich weitere Fortbildungen zum Thema EP besuchte. Unter anderem den Hochschullehrgang "Authentisch Lehren" bei Christoph Kolbe oder den Basiskurs "Existenzielle Pädagogik" unter Anleitung von Eva Maria Waibel. Diese Maßnahmen erweiterten meine pädagogischen Fähigkeiten und vertieften meine Leidenschaft für die Existenziale Pädagogik.
Wasiliki Winkelhofer (Lehrerin an einem Gymnasium in München)
Uwe Lau (Lehrer der Sekundarstufe I an verschiedenen reformpädagogischen Schulen in der BRD)
starteten mit ersten Überlegungen, Ansätze der Existenzanalyse (EA), vor allem den existenziellen Dialog, im Schulunterricht zu implementieren. Sie berichteten davon in Workshops auf GLE-Kongressen und publizierten in der GLE-Zeitschrift (zuerst Bulletin, jetzt Existenzanalyse).
Karl Dienelt (geb. 1919), von 1940 – 1981 Lehrer an einem Gymnasium in Wien, Studium der Klassischen Philologie, Philosophie und Geschichte)
publizierte ab 1955 einige Bücher („Pädagogische Anthropologie. Eine Wissenschaftstheorie“, „Das neue Denken in der Erziehungswissenschaft“, „Von der Metatheorie der Erziehung zur `sinn`-orientierten Pädagogik“, „Erziehung zur Verantwortlichkeit“, …).
Günter Funke (02. Oktober 1948 – 03. August 2016), ein Theologe,
lässt in seinen Vorträgen und Seminaren immer wieder grundlegende pädagogische Überlegungen einfließen. Ihm ging es um praxisnahe und authentische Anthropologie sowie um Lebensphänomenologie.
Christoph Kolbe (geb. 1955) studierter Pädagoge,
rückt auch immer wieder pädagogische Themen in den Vordergrund seiner Vorträge und Seminare, vor allem die phänomenologische und dialogische Vorgehensweise. Mit dem von ihm entwickelten Lehrgang „Authentisch lehren“ will er Lehrpersonen in ihrer Authentizität stärken.
Michaela Probst, eine Lehrerin und Existenzanalytikerin aus Graz,
entwickelte als erste ein Weiterbildungscurriculum für Lehrpersonen für die existenzanalytische Pädagogik, wie sie damals hieß. Ihr ging es dabei vor allem um eine bessere Qualifikation von Lehrpersonen und deren persönliche Verwirklichung in der eigenen Lebensgestaltung.
Eva Maria Waibel (geb. 1953) , Lehrerin der Grundschule und der Sekundarstufe I, Psychotherapeutin (Existenzanalyse und Logotherapie), promovierte Erziehungswissenschaftlerin,
lehrt(e) an verschiedenen Pädagogischen Hochschulen (Luzern, Zug, Kärnten, Tirol, Vorarlberg); beschäftigt sich intensiv mit den pädagogischen Konsequenzen, die sich aus Logotherapie und Existenzanalyse für Erziehung und Unterricht ergeben; forscht und publiziert zu diesen Themen (Link zu Publikationsliste). Sie entwickelte eine Systematik der Existenziellen Pädagogik, vor dem Hintergrund einer Allgemeinen Pädagogik sowie verschiedenen (Master)Lehrgänge zur Existenziellen Pädagogik.
Einigung innerhalb der GLE-International auf den Namen Existenzielle Pädagogik.
Der Begriff „Personale Pädagogik“ wurde bereits in anderem Zusammenhang verwendet und das „Existenzielle“ ist zudem das Spezifische dieses Ansatzes.
Gründung des Instituts für Existenzielle Pädagogik
durch Eva Maria Waibel, Thomas Happ, Andreas und Doris Hausheer.