
Geschichte der Existenziellen Pädagogik
Maria Schrank
Je mehr Möglichkeiten Kinder haben, sich selbst als „richtig in der Welt“ zu erfahren, desto stärker werden sie von innen heraus.
Es geht nicht darum, etwas in die Kinder hineinzubringen, sondern etwas aus ihnen herauszubringen.
Diese innere Überzeugung wuchs in den letzten Jahren ganz stark. Meinen pädagogischen Alltag im Kindergarten passte ich in den letzten Jahren mehr und mehr dieser Überzeugung an.
Als ich im Juni 2022 beim Symposium SELBST.WERT.SINN den Vortrag von Eva Maria Waibel hörte wurde mir klar, dass es in der Existenziellen Pädagogik genau darum geht.
Die Existenzielle Pädagogik ist seither die Grundlage meines pädagogischen Handelns und die Faszination nimmt mit zunehmender Beschäftigung damit stetig zu.
Mein Bestreben ist es, nicht nur über die Existenzielle Pädagogik zu lernen, sondern sie jeden Tag zu leben.
Wasiliki Winkelhofer (Lehrerin an einem Gymnasium in München)
Uwe Lau (Lehrer der Sekundarstufe I an verschiedenen reformpädagogischen Schulen in der BRD)
starteten mit ersten Überlegungen, Ansätze der Existenzanalyse (EA), vor allem den existenziellen Dialog, im Schulunterricht zu implementieren. Sie berichteten davon in Workshops auf GLE-Kongressen und publizierten in der GLE-Zeitschrift (zuerst Bulletin, jetzt Existenzanalyse).
Karl Dienelt (geb. 1919), von 1940 – 1981 Lehrer an einem Gymnasium in Wien, Studium der Klassischen Philologie, Philosophie und Geschichte)
publizierte ab 1955 einige Bücher („Pädagogische Anthropologie. Eine Wissenschaftstheorie“, „Das neue Denken in der Erziehungswissenschaft“, „Von der Metatheorie der Erziehung zur `sinn`-orientierten Pädagogik“, „Erziehung zur Verantwortlichkeit“, …).
Günter Funke (02. Oktober 1948 – 03. August 2016), ein Theologe,
lässt in seinen Vorträgen und Seminaren immer wieder grundlegende pädagogische Überlegungen einfließen. Ihm ging es um praxisnahe und authentische Anthropologie sowie um Lebensphänomenologie.
Christoph Kolbe (geb. 1955) studierter Pädagoge,
rückt auch immer wieder pädagogische Themen in den Vordergrund seiner Vorträge und Seminare, vor allem die phänomenologische und dialogische Vorgehensweise. Mit dem von ihm entwickelten Lehrgang „Authentisch lehren“ will er Lehrpersonen in ihrer Authentizität stärken.
Michaela Probst, eine Lehrerin und Existenzanalytikerin aus Graz,
entwickelte als erste ein Weiterbildungscurriculum für Lehrpersonen für die existenzanalytische Pädagogik, wie sie damals hieß. Ihr ging es dabei vor allem um eine bessere Qualifikation von Lehrpersonen und deren persönliche Verwirklichung in der eigenen Lebensgestaltung.
Eva Maria Waibel (geb. 1953) , Lehrerin der Grundschule und der Sekundarstufe I, Psychotherapeutin (Existenzanalyse und Logotherapie), promovierte Erziehungswissenschaftlerin,
lehrt(e) an verschiedenen Pädagogischen Hochschulen (Luzern, Zug, Kärnten, Tirol, Vorarlberg); beschäftigt sich intensiv mit den pädagogischen Konsequenzen, die sich aus Logotherapie und Existenzanalyse für Erziehung und Unterricht ergeben; forscht und publiziert zu diesen Themen (Link zu Publikationsliste). Sie entwickelte eine Systematik der Existenziellen Pädagogik, vor dem Hintergrund einer Allgemeinen Pädagogik sowie verschiedenen (Master)Lehrgänge zur Existenziellen Pädagogik.
Einigung innerhalb der GLE-International auf den Namen Existenzielle Pädagogik.
Der Begriff „Personale Pädagogik“ wurde bereits in anderem Zusammenhang verwendet und das „Existenzielle“ ist zudem das Spezifische dieses Ansatzes.
Gründung des Instituts für Existenzielle Pädagogik
durch Eva Maria Waibel, Thomas Happ, Andreas und Doris Hausheer.