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Geschichte der Existenziellen Pädagogik

christophChristoph Wund


Seit 2011 bin ich Leiter der VS Lustenau Kirchdorf. Auf der Suche nach einem pädagogischen Konzept, das für die vielfältigen und stetig wachsenden Herausforderungen des Standorts passt, erreichte mich im Herbst 2019 der Anruf von Eva Maria Waibel mit der Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte im neugegründeten Institut für Existenzielle Pädgogik als Kassier mitzuarbeiten. Nach kurzer Überlegung sagte ich zu und begann mich im Lehrgang, in Gesprächen und durch das Lesen der Bücher von Eva Maria Waibel immer mehr mit der Existenzielle Pädagogik vertraut zu machen.

Seither begleitet sie mich in meinem Handeln und wird für mich immer mehr zum Mittelpunkt meiner Überlegungen bei der Suche nach guten Antworten auf die unterschiedlichsten Anfragen des Lebens.

 

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Späte 80er,

Wasiliki Winkelhofer (Lehrerin an einem Gymnasium in München)

und 90er Jahre des 20. JHDT

Uwe Lau (Lehrer der Sekundarstufe I an verschiedenen reformpädagogischen Schulen in der BRD)

starteten mit ersten Überlegungen, Ansätze der Existenzanalyse (EA), vor allem den existenziellen Dialog, im Schulunterricht zu implementieren. Sie berichteten davon in Workshops auf GLE-Kongressen und publizierten in der GLE-Zeitschrift (zuerst Bulletin, jetzt Existenzanalyse).

Karl Dienelt (geb. 1919), von 1940 – 1981 Lehrer an einem Gymnasium in Wien, Studium der Klassischen Philologie, Philosophie und Geschichte)

publizierte ab 1955 einige Bücher („Pädagogische Anthropologie. Eine Wissenschaftstheorie“, „Das neue Denken in der Erziehungswissenschaft“, „Von der Metatheorie der Erziehung zur `sinn`-orientierten Pädagogik“, „Erziehung zur Verantwortlichkeit“, …).

Günter Funke (02. Oktober 1948 – 03. August 2016), ein Theologe,

lässt in seinen Vorträgen und Seminaren immer wieder grundlegende pädagogische Überlegungen einfließen. Ihm ging es um praxisnahe und authentische Anthropologie sowie um Lebensphänomenologie.

Christoph Kolbe (geb. 1955) studierter Pädagoge,

rückt auch immer wieder pädagogische Themen in den Vordergrund seiner Vorträge und Seminare, vor allem die phänomenologische und dialogische Vorgehensweise. Mit dem von ihm entwickelten Lehrgang „Authentisch lehren“ will er Lehrpersonen in ihrer Authentizität stärken.

Michaela Probst, eine Lehrerin und Existenzanalytikerin aus Graz,

entwickelte als erste ein Weiterbildungscurriculum für Lehrpersonen für die existenzanalytische Pädagogik, wie sie damals hieß. Ihr ging es dabei vor allem um eine bessere Qualifikation von Lehrpersonen und deren persönliche Verwirklichung in der eigenen Lebensgestaltung.

Seit 2000

Eva Maria Waibel (geb. 1953) , Lehrerin der Grundschule und der Sekundarstufe I, Psychotherapeutin (Existenzanalyse und Logotherapie), promovierte Erziehungswissenschaftlerin,

lehrt(e) an verschiedenen Pädagogischen Hochschulen (Luzern, Zug, Kärnten, Tirol, Vorarlberg); beschäftigt sich intensiv mit den pädagogischen Konsequenzen, die sich aus Logotherapie und Existenzanalyse für Erziehung und Unterricht ergeben; forscht und publiziert zu diesen Themen (Link zu Publikationsliste). Sie entwickelte eine Systematik der Existenziellen Pädagogik, vor dem Hintergrund einer Allgemeinen Pädagogik sowie verschiedenen (Master)Lehrgänge zur Existenziellen Pädagogik.

2012

Einigung innerhalb der GLE-International auf den Namen Existenzielle Pädagogik.

Der Begriff „Personale Pädagogik“ wurde bereits in anderem Zusammenhang verwendet und das „Existenzielle“ ist zudem das Spezifische dieses Ansatzes.

2019

Gründung des Instituts für Existenzielle Pädagogik

durch Eva Maria Waibel, Thomas Happ, Andreas und Doris Hausheer.

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